Klaus Soppe | Magnolie 1
Klaus Soppe ist ein Kunstmaler mit akademischer Ausbildung der Münchner Kunstakademie und Meisterschüler von Prof. Robin Page. Schwerpunkte seiner Malerei sind Realismus, Fotorealismus, Komplementärmalerei sowie, Zeichnung und Druckgrafik. Klaus Soppe ist Begründer des Pop-Neoimpressionismus. Ständige Ausstellungen in Galerien, Musen & Kunst-Sammlungen.
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Category
Malerei
Tags
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Mein Spiel mit Komplementärfarben, Violett – Gelb.

In diesem Stillleben mit Magnolie löse ich das Bild in ein farbiges Strichraster auf. Durch den Einsatz von komplementären Farben im Strichraster erscheint das Motiv, bei genauer Betrachtung, dann dreidimensional. Dreidimensionales Sehen entsteht im Kopf des Betrachters durch die Wahrnehmung mit beiden Augen. In meiner Malerei entsteht ein dreidimensionaler Effekt ausschließlich durch die Verwendung von komplementären Rastern. Dadurch können die Bilder räumlich wahrgenommen werden.

Die Neoimpressionisten wie Georges Seurat, Camille Pissaro, Paul Signac, Théo von Rysselberghe oder Anna Boch, bedienten sich bereits eines farblichen Rasters in ihrer Malerei. Bekannt auch als Pointilismus, entwickelten sie durch fein gerasterte und punktierte reine Farben, leuchtende Farbflächen mit atmosphärischer Wirkung. Durch den bewussten Einsatz von komplementären Farben und groben Rastern entwickelte ich diese Technik weiter und lassse so meine Malerei in fast grell wirkenden Farben, wie sie aus der Pop-Art bekannt sind, leuchten. Meiner Malerei gebe ich, mit einem Augenzwinkern, den Begriff „Pop-Neoimpressionismus“.

Aus Johannes Itten ‚Kunst der Farbe‘:
„Zwei komplementäre Farben sind ein seltsames Paar. Sie sind entgegengesetzt, fordern sich gegenseitig, steigern sich in höchster Leuchtraft im Nebeneinander und vernichten sich in der Mischung zu Grau – wie Feuer und Wasser.“

Und weiter heisst es:
„Zu einer isolierten Farbe des Farbspektrums ergeben alle restlichen Farben in ihrer Zusammenmischung die komplementäre Farbe. Das heißt, zu jeder Farbe im Spek-trum ist die Summe aller Restfarben komplementär. Physiologisch ist erwiesen, dass sowohl das Nachbild wie auch der Simultaneffet die merkwürdige und bis heute unerklärbare Tatsache zeigen, dass unser Auge zu einer gegeben Farbe die komplementäre Ergänzung fordert und sie selbsttätig erzeugt, wenn sie nicht gegeben ist.“