Klaus Soppe | Dreidimensional Kunstausstellung für den Online-Besuch. In der aktuelle 3D-Ausstellung 'Komplementäre Welten' sehen Sie zeitgenössische Malereien des Künstler Klaus Soppe, in ihrer einzigartigen Technik der Komplementärfarben Malerei, bzw. Komplementärfarben-Raster.
Die erste 3D-Ausstellung der Malers Klaus Soppe im virtuellen Raum. Diese dreidimensionale Online-Ausstellung zeigt die künstlerischen Interpretationen des Malers in einem Mix aus Komplementärfarben-Malerei und fotorealistischer Malerei. In der Online-Ausstellung bewegen Sie sich wie in einer Galerie frei durch einen beeindruckenden Ausstellungsraum. Sie finden zu jedem Werk in der 3D-Ausstellung detaillierte Informationen.
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3D-Ausstellung

 

‘Komplementäre Welten’

Besuche die virtuellen Ausstellungen im 3D-Modus und erlebe online Komplementärfarben-Malerei im Galerie-Feeling.
Die angezeigten Menüs führen Dich durch die Ausstellung und geben Dir alle Zusatzinformationen per Mausklick
zu den von Dir ausgewählten Malereien.

Von Dr. Ingrid Gardill, Kunshistorikerin

Zur Ausstellung “Komplementäre Welten”

 

Farbexperimente und Komplementärfarben-Malerei

Nach der Jahrtausendwende hat Klaus Soppe sich immer stärker mit dem Phänomen von Farbwirkung auf die Wahrnehmung auseinandergesetzt. Rückenakte in Serie entstanden, deren Lebendigkeit der Hautoberfläche von kontrastreichen Kalt-Warm-Tönen herrührt. Er setzt sie auf einen monochromen Hintergrund, den er teilweise mit dem Komplementärton strichelt (z.B. Blau / Orangerot). Dies erzeugt zunächst ein Flimmern, das sich erst in der Distanz auflöst und den Blick auf einen atmosphärisch wirksamen Raum freigibt. Der besondere Effekt aber besteht darin, dass sich der Rückenakt plastisch so stark heraushebt, als wäre er zum Greifen nah. Das dreidimensionale Erscheinungsbild wird ausschließlich durch die komplementären Raster erzeugt. Die herausragende Modellierung erreicht der Maler weniger mit hell-dunkel-Abstufungen als vielmehr durch Kalt-Warm-Kontraste.

Angeregt durch die Apfel-Stillleben von Paul Cézanne folgten Fingerübungen und weitere Farbversuche mit den Komplementärfarben-Rastern. Dabei bringt Klaus Soppe, ähnlich wie die Pointilisten, die reinen Farben durch gezielte Setzung im Raster zum Leuchten. Auch in dieser Serie namens „Variationen von Pauls Äpfeln“ verwendet der Künstler häufig kräftige, fast grelle Farbtöne, die an die Popart erinnern. Folglich bezeichnet er selbst seine Malerei augenzwinkernd gern als Pop-Neo-Impressionismus.

Lichteffekte und Reduktion

Weniger dramatisch, doch ebenso virtuos inszeniert und künstlerisch umgesetzt zeigt sich das große Querformat „Parallelwelt“, in dem ein junges Mädchen neugierig durch den Briefkastenschlitz einer Haustür blickt. Der helle Lichtschein aus der Wohnung fällt über ihr verlorenes Profil und rückt das Werk ganz in die Nähe der Chiaroscuro-Malerei der niederländischen Caravaggisten des 16. Jahrhunderts, die Hell-Dunkel-Effekte so einsetzten, dass die Gesichter der Protagonisten von einer verdeckten Lichtquelle intensiv angestrahlt wurden. Zugleich erreicht Klaus Soppe damit eine besondere Stimmung von Intimität und Geheimnisvollem in der Szene. Aber nicht nur die Dramaturgie des Lichts überzeugt, sondern auch die vielen kleinen Details, die, unter Weglassung alles Unwichtigen, meisterhaft ausgeführt sind.

Umso überraschender ist, wie der Künstler dies alles bewältigt, obwohl er zugleich seine Palette auf nur noch 4 bis 5 Farbwerte reduziert hat. Mit dieser Begrenzung wiederum schafft er eine überaus beeindruckende Klarheit, die seine Kompositionen regelrecht leuchten lassen. Klaus Soppe gelingt es zudem, zwischen gerastertem, ornamental anmutendem Hintergrund und realistisch ausgeführter Figürlichkeit Spannung zu erzeugen, die feine Transparenz der Gemälde zu erhalten, den aus der Zeichnung kommenden, sensiblen Strich für die Malerei zu nutzen und dabei die Grenzen der Farbenlehre experimentell-lustvoll auszuweiten. So beschenkt er den Betrachter mit einem virtuos unkonventionellen, erzählerisch fesselnden Oeuvre.

By Dr. Ingrid Gardill, art historian

About the exhibition “Complementary Worlds”

 

Colour experiments and complementarycolor painting

After the turn of the millennium, Klaus Soppe has increasingly dealt with the phenomenon of colour’s effect on perception. Back nudes in series were created, whose liveliness of the skin surface derives from high-contrast cold-warm tones. He places them on a monochrome background, which he partly strokes with the complementary tone (e.g. blue / orange-red). This initially produces a flickering that only dissolves in the distance and opens up a view of an atmospherically effective space. The special effect, however, is that the nude on the back stands out plastically as if it were within reach. The three-dimensional appearance is created exclusively by the complementary grids. The painter achieves the outstanding modelling less with light-dark gradations than with cold-warm contrasts.

Inspired by the apple still lifes of Paul Cézanne, finger exercises and further colour experiments with the complementary grids followed. Similar to the pointillists, Klaus Soppe makes the pure colours glow by means of a targeted setting in the grid. In this series called “Variations of Paul’s Apples”, too, the artist often uses strong, almost garish tones reminiscent of Pop Art. Consequently, he himself likes to refer to his painting with a wink as Pop Neo-Impressionism.

Light effects and reduction

The large landscape format “Parallel World”, in which a young girl curiously looks through the letterbox slot of a front door, is less dramatic but just as virtuosically staged and artistically realized. The bright light from the apartment falls over her lost profile, bringing the work very close to the chiaroscuro painting of the Dutch caravaggists of the 16th century, who used chiaroscuro effects in such a way that the faces of the protagonists were intensively illuminated by a concealed light source. At the same time, Klaus Soppe thus achieved a special mood of intimacy and mystery in the scene. But it is not only the dramaturgy of the light that is convincing, but also the many small details, which, leaving out everything unimportant, are masterfully executed.

It is all the more surprising how the artist manages all this, even though at the same time he has reduced his palette to only 4 or 5 colour values. With this limitation, in turn, he creates an extremely impressive clarity that makes his compositions literally shine. Klaus Soppe also succeeds in creating tension between the gridded, ornamental background and realistically executed figurative elements, in preserving the fine transparency of the paintings, in using the sensitive strokes coming from the drawing for painting, and in doing so, in an experimental and pleasurable way, in extending the boundaries of colour theory. In this way he presents the viewer with a virtuosically unconventional, narrative and captivating oeuvre.

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